Freitag, 5. Juni 2009

Was bedeuten die Abkürzungen in den Filmtiteln



Jeder der schonmal einen Filmtitel über Rapidshare.com oder anderen One-Click-Hostern heruntergeladen hat dem wird aufgefallen sein das sich neben dem Namen des Films noch andere Abkürzungen zu finden sind z.B. (TS,TC,AC3,XviD,DVDRip oder TELESYNC). Aber was bedeuten diese kürzel eigentlich? Ich werde hier mal ein paar davon erklären…
So ein Filmtitel kann wie folgt aussehen: Star Trek I German AC3 DVDRiP XviD-EMPiRE
dabei haben die Abkürzungen folgende Bedeutung:
Star Trek I – Name des Films
German – Sprache
AC3 – TonFormat
DVDRiP – VideoQuelle
XviD – VideoFormat
EMPiRE – ReleaseGroup
oder
Star Trek II TELESYNC Line Dubbed German Repack XviD-VCF
Star Trek II – Name des Films
TELESYNC – VideoQuelle
Line Dubbed - TonFormat
German – Sprache
Repack – erneut gepackt und neu released
XviD – VideoFormat
VCF – ReleaseGroup
Hier noch weitere Abkürzungen die in verschiedenen Filmtiteln zu finden sind:

Hier geht es um die Filmqualität:

CAM-Rip (CAM)
Ein CAM-Rip ist ein mit Videokamera von der Leinwand abgefilmter und im Internet verbreiteter Kinofilm. Von allen Arten des Rippens ist die Qualität in der Regel die schlechteste, reicht jedoch meist aus.
TeleSync (TS)
Diese Filmkopien werden mit professionellen Kameras in einem leeren Kino von der Leinwand abgefilmt. Die Bildqualität ist meistens besser als beim sog. Cam-Rip, da eine auf einem Stativ befestigte professionelle Kamera verwendet wird.
Screener (SCR)
Die zweitbeste aller Aufzeichnungsformen. Hier wird als Basis eine Pressekopie von einem professionellen Videoband des Filmes benutzt. Die Bildqualität ist mit sehr gutem VHS vergleichbar. Der Ton ist ebenso einwandfrei, Stereo und oft Dolby Surround.
TeleCine (TC)
Mittels Filmabtaster hergestellte Video-Fassung eines Kinofilms.
Telecines weisen im Gegensatz zu von der Leinwand abgefilmten CAM-Rips und Telesync-Filmen eine deutlich höhere Qualität auf.
iNTERNAL
Ein Gruppe kann ein Internal machen, wenn sie meinst, dass irgendwer dieses Release nicht zu Gesicht bekommen soll,bzw. es schlecht ist und es nur dem engsten Freundeskreis zugelassen werden soll.
Viele Classic-DVD Gruppen machen auch Internals, damit ihre Releases erst gar nicht im P2P-Netzwerk verteilt werden sollen …
R5
R5-Relases benutzen als Videoquelle eine spezielle Art von DVDs, die im Gebiet der ehemaligen Sowjetunion schon wenige Wochen oder Monate nach Kinostart auf den Markt kommen.
Sie wurden kostengünstig produziert (direkte Bildabnahme von einem Projektor, wie bei einem TC, keine Bildnachbearbeitung und keine Extras wie auf normalen DVDs üblich) und werden billig verkauft, um Kopien vom Schwarzmarkt das Wasser abzugraben. Die Bildqualität liegt meistens zwischen der eines DVD-Screeners und eines “echten” DVD-Rips.
DVD-Rip
Ein sogenannter DVD-Rip bezeichnet den Transfer von Video- und Audiodaten von einer DVD auf ein anderes Speichermedium und die darauf folgende Komprimierung in ein kleineres Speicherformat, oft unter Umgehung von Kopierschutz-Mechanismen.
Workprint
Ein besonderes Bonbon für Filmfans. Diese Veröffentlichung ist sozusagen eine “Betaversion” eines Films. Ihre Veröffentlichung auf VCD ist meist weit vor dem weltweiten Kinostart. Es ist eine Vorabversion des Films, daher ist qualitativ von exzellent bis fast unanschaubar alles möglich, je nach Quellmaterial.
Oft fehlen allerdings noch einige Szenen, oder die Schnitte sind unschlüssig.
Positiv ist, dass manchmal Szenen enthalten sind, die im Endprodukt dem Schneidetisch zum Opfer fallen. Bei einigen dieser Produktionen ist am unteren oder oberen Bildrand ein laufender Zähler – ein sogenannter Timecode – der zum Schneiden des Filmmaterials benötigt wird, eingeblendet.
DVDR oder DVD5
Hierbei handelt es sich um DVD Releases, die max 4,37 GB groß sind damit sie auf eine DVD passen.
DVD9
Hierbei handelt es sich um eine Dual-Layer DVD. Diese hat eine Speicherkapazität von bis zu 8.54GB, was etwa 4 Stunden Film in DVD Qualität entspricht. DVD9 ist nicht kompatibel zu DVD-/+R.
AC3 / Dolby Digital
Ein Mehrkanal-Audioformat, das oft bei XviD-Film-Releases und auf DVDs eingesetzt wird. Es handelt sich um ein komprimiertes Format. AC3-Bitstreams finden sich oft als Tonspur von XviD-Releases, während auf DVDs in der Regel Dolby Digital-Tonspuren zum Einsatz kommen. AC3-Ton hat meistens 5.1 Känale, kann aber auch als AC3 Stereo (mit 2 Kanälen) auftauchen. Das Format wurde von der Firma Dolby entwickelt. Es besitzt eine Abtastfrequenz von 48 kHz bei bis zu 24 Bit (DVD: 16 Bit). Ein DD-Audio-Track kann bis zu 6 Kanäle besitzen: 5 normale Kanäle für Lautsprecher und .1 für den Subwoofer-Kanal, welcher jedoch nicht als eigentlicher Kanal bezeichnet wird. Die Datenrate reicht von 64 bis zu 448 kbit/s, wobei 384 kbit/s die normale (DVD)-Datenrate bei 5.1-Kanal-Sound ist.
Die digitalen Dolby Digital-Signale müssen erst von einem Decoder in (meist 6) separate analoge Kanäle umgewandelt werden.
Line Dubbed (LD)
Der Sound wird bei Line dubbed direkt vom Line Ausgang des Projektors oder Dolby Dekoders „abgegriffen“.Dazu werden normale MP3-Player mit Aufnahmefunktion oder professionelle Line Recorder benutzt. Allerdings ist der Ton der Filmverleiher häufig markiert (marked), anhand dieser Markierung können die Filmverleiher erkennen aus welchem Kino der Sound stammt.
Viele Releasegroups sind aber in der Lage diese Markierungen herauszufiltern.
Ein Line Dubbed ist im Gegensatz zu einem Mic Dubbed hochwertiger, da Störgeräusche im Kino entfallen.
Mic Dubbed (MD)
Der Sound wird bei Mic Dubbed per Micro im Kino aufgenommen. Dementsprechend schlechter ist er natürlich.
Dual Language (DL)
Meist bei DVD oder HD Releases zu finden. Bedeutet das hier 2 Tonspuren zur Auswahl stehen, meist deutsch und englisch.
Multi Language (ML)
Hier stehen mehr als nur 2 Tonspuren zur Verfügung.
DivX
DivX ist wie XviD oder HDX4 ein MPEG-4-kompatibler Video-Codec. Der Codec ist für seine Fähigkeit bekannt, große Videodateien bei guter Qualität vergleichsweise stark komprimieren zu können.
XviD
XviD ist ein Open-Source-MPEG-4-Video-Codec, der ursprünglich auf dem OpenDivX-Quellcode basierte. Er erfüllt den selben Zweck wie DivX.
x264
Bei den x264-Releases, die seit ein paar Monaten im Umlauf sind, handelt es sich um HDTV-Filme, gespeichert als .mkv-Dateien. Als Codec werden idR AVC1 oder H.264 verwendet. Diese Dateien sind nur auf sehr wenigen Standalone-Playern abspielbar und werden in der Regel auf dem PC betrachtet.
HDTV
Heißt übersetzt “High Definition Television” und ermöglicht Videos in fünfmal besserer Qualität zu betrachten. Schon aus der Ferne überzeugen die Bilder durch nie gesehene Schärfe, satte Farben und großem Detailreichtum. Man benötigt jedoch einen neuen hochauflösenden Fernseher, der die Wiedergabe von HD-Material unterstützt. Gängige Auflösungen von HDTV-Bildern sind 960—720 bzw. 1280×720 und 1440—1080 bzw. 1920—1080. Man unterscheidet zusätzlichen zwischen 720 / 1080 noch zwischen 720i/1080i und 720p/1080p. 1080p ist im Moment die höchste gängige HD-Auflösung. Das “p” steht für Progressive Scan, wobei im Gegensatz zu “i” (Interlaced) Vollbilder und keine zeilenverschränkten Halbbilder verwendet werden.
NUKE oder NUKED
Genuked wird nur etwas, wenn die Qualität wirklich sehr miserabel ist, sehr viele Szenen fehlen, rar-Dateien fehlerhaft sind, bzw. das Release Fehler ausweißt. Nukes sind meistens dann iNTERNALs.
Es gibt zwei Arten des “nukings”
Zum einen wird ein Release von einer einzelnen Release-News-Seite genuked, weil es nicht ihren “Regeln” eines Ripps entspricht, zum anderen gibt es allgemeine nukes (von der gesamten Szene), wenn das Release DUPE, also doppelt released wurde, oder anderweitig irregulär ist.
PROPER
Ein Video darf nur gepropert werden, wenn die Qualität wirklich besser ist, oder z.B. fehlenden Szenen jetzt da sind, Fehler behoben sind …
Proper heißt einfach nur: “Bessere Version des anderen Releases”.
REPACK
Beim Packen des Release z.B. zu einem RAR-Archiv kam es zu Fehlern und das Archiv wies beim entpacken bspw. CRC-Fehler auf und wurde deshalb erneut gepackt und neu released.
FS
Das Release ist Fullscreen (4:3), also Vollbild. Dabei wird die gesamte sichtbare Bildfläche ausgenutzt und somit schwarze Ränder vermieden.
SE
Ein Video oder eine DVD können auch als Special Edition herausgebracht werden. Eine Special Edition enhält Bonusmaterial und/oder zusätzliche Szenen, die in der Kinoversion oder der normalen Video-/DVD-Fassung nicht zu sehen waren.
WS
Ein Widescreen-Video versucht das gesamte Bild, so wie es im Kino zu sehen ist, auch auf dem Fernseher zu erhalten — obwohl sich die Proportionen der Leinwand und des Fernsehschirms stark voneinander unterscheiden. Eine Widescreen-Version behält die Ausmaße des Filmbildes bei (in den meisten Fällen 1,85:1), indem ober- und unterhalb des Bildes schwarze Balken hinzugefügt werden, die das rechteckige Format der Kinoleinwand simulieren. Es gibt unterschiedliche Breitwandformate, die diverse Zwischengrößen verwenden. Die Breite der schwarzen Balken ist daher immer vom tatsächlichen Bildformat der Kinokopie abhängig. Filme, die nicht im Widescreen- oder Letterbox-Format auf Video kopiert wurden, füllen den ganzen Bildschirm aus und wurden mit dem Pan and Scan-Verfahren bearbeitet. Gibt es von einem Film zwei Versionen auf Video, eine Vollbild- (Pan and Scan) und eine Widescreen-Fassung, dann ist der Inhalt gleich. Die Titel unterscheiden sich nur in der Art, wie sie auf dem Fernsehbildschirm wiedergegeben werden.
SUBBED
Dieses Movie besitzt Untertitel. Dies kann von einem einzelnen, kleinen bis zu mehreren oder sehr grossen Untertiteln reichen, die je nach dem sehr viel Platz, i.d.R. am unteren Bildrand, einnehmen.
FORCED SUBS
Mit forced subs meint man die Untertitel, die selbst dann erscheinen wenn man gar keine Untertitel ausgewählt hat. Das kommt häufig in Filmen vor, wo z.B. Außerirdische sprechen oder fremdsprachige Zeitungsartikel übersetzt werden. Diese Untertitel sind also zum besseren Verständnis des Filmes da. Sie haben allerdings nichts mit den Untertiteln für hörgeschädigte Menschen zu tun.
RECODE
Ein Release wurde in ein anderes Format umkonvertiert (z.B. 3CD SVCD Release –> 1CD DivX Release), oder neu encodiert.

Sonstige Abkürzungen

Part (Teilarchiv)
Alle Parts werden in das selbe Verzeichnis heruntergeladen und Part 1 wird mit WinRAR entpackt.
Bei Problemen sollten alle Parts überprüft werden.
Mirror
Bezeichnet eine exakte Kopie der Datei auf einem anderen Server.
Sagt der eine Filehoster nicht zu oder ist nicht verfügbar, kann auf diesen ausgewichen werden.
Sample
Ausschnitt eines Films, welcher die Bild- und Tonqualität wiederspiegeln soll, bevor der eigentliche Film heruntergeladen wird.
NFO
Insbesondere in der Warez-Szene ist es beliebt, Releases eine NFO-Datei beizulegen.
Hierin sind üblicherweise Informationen über den Release enthalten. Jeder WinUser kann sie mit dem Editor öffnen.
Passwort (PW)
Dieses Passwort wird in diesem Fall zum Entpacken der RAR-Archive benötigt.
Dazu wird WinRAR empfohlen.

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